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Das Buch mit Bildern der Intonationen wurde mit neuen Fotos in hoher Auflösung wieder zusammengefügt um perfekt scharfe Bilder zu können drucken.
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Rugwerk
Praestant       8’
Quintadena    8'
Roerfluit        8'
Octaav          4'
Fluit              4'
Quintfluit       3'
Superoctaav   2'
Sexquialtera   II
Scherp           IV
Cimbel          III
Fagot          16'
Schalmey      8'
Arp Schnitger-Orgel 1721    

Die Schnitger-Orgel in der Großen oder St. Michaels Kirche von Zwolle ist einer der bedeutendsten Orgeln der Nord Barock-Zeit. Die Orgel wurde in 1718 von Arp Schnitger (1648-1719) entworfen, dem besten Orgelbauer im norddeutschen Raum der damaligen Zeit.

Arp Schnitger hatte in Hamburg als Orgelbauer großen Ruhm erlangt. Auch in den Niederlanden war er bekannt und er hatte sogar einen Werkstatt in Groningen. Die Orgel der Martinikirche in Groningen wurde 1450 erbaut, aber 1691 von Arp Schnitger gründlich restauriert. Er baute 32 Fuß Principal Pfeifen im Pedal und mehreren Registern in den Manualen. Schnitger respektierte den schönen Klang der alten Pfeifen und intonierte alte und neue Pfeifen zu einer harmonischen Harmonie in seinem eigenen Stil. Die Orgel in der Martinikirche darf eine Schnitger-Orgel genannt werden..

1718 wurde er von der Stadtverwaltung Zwolle eingeladen, einen Entwurf für eine sehr große Orgel für den Großen oder St. Michaels Kirche zu erstellen. Arp Schnitger bot der Stadtverwaltung einen umfassenden Plan für den Bau einer viermanualigen-Orgel mit 64 Registern an. Es war die größte Orgel das Schnitger entworfen hatte und er wurde angewiesen diesen Plan bauen.

Den Bau der Orgel konnte Schnitger selbst nicht realisieren, er starb in 1719. Seine Söhne Franz Schnitger und Johann Schnitger haben den Bau dieser großen Orgel in 1721 abgeschlossen.

Arp Schnitger war der beste norddeutsche Orgelbauer der Barockzeit. Die meisten Orgeln wurden für Norddeutschland, aber auch in den Niederlanden gebaut und vor allem in Groningen gibt es mehrere Orgeln von Schnitger. Ende des 19. und anfang des 20. Jahrhunderts ging die Kunst des Orgelbauens völlig verloren. Mit preiswertem Material und zweifelhaften Konstruktionen wurden Orgeln mit charakterlosen Klängen gebaut.

Das Handwerk musste durch einige gut erhaltene historische Orgel-untersuchungen wiederentdeckt werden. Pionierarbeit machte Cor H. Edskes in Groningen und weil Schnitgers Orgeln die besten Beispiele waren, studierte er sie intensiv. Seine Entdeckungen bildeten die Grundlage für viele Restaurierungen und 1996 verlieh ihm die Universität Göteborg die Ehrendoktorwürde.     

Bovenpositief
Praestant        8'
Holpyp            8'
Viola              8'
Quinta           6'
Octaav           4'
Holpyp           4'
Quinta           3'
Superoctaav    2'
Woudfluit       2'
Sifflet       1 1/2'
Tertiaan         II
Scherp            V
Viola d Gamba 8'
Trompet 4'
Hoofdwerk
Praestant      16'
Quintadena   16'
Octaav          8'
Roerfluit        8'
Octaav          4'
Speelfluit      4'
Nasaat         3'
Superoctaav  2'
Ruyschpijp    II
Mixtuur        VI
Cimbel        III
Trompet      16'
Trompet       8'
Vox humana  8
'
Borstwerk
Fluitgedekt      8'
Praestant        4'
Roerfluit          4'
Spitsfluit         3'
Superoctaav     2'
Gemshoorn      2'
Quintanus  1 1/2'
Nachthoorn      1'
Sexquialtera    II
Mixtuur      III-IV
Dulciaan         8'
Regaal           8'
Pedaal
Praestant      16'
Subbas         16'
Octaav           8'
Holpyp           8'
Superoctaav    4'
Vlakfluit         2'
Mixtuur       VIII
Fagot           32'
Basuin         16'
Trompet        8'
Trompet        4'
Cornet          2'
Sample set Schnitger-orgel

Die Klänge dieser Schnitger-Orgel sind vorzüglich aufgenommen und von Jiri Zurek von
Sonus Paradisi
in den Samples gespeichert worden. Da die Mikrofone in kurzer Entfernung von jeder Pfeife waren, wurden der Anspruch und der Aufbau zum vollen Klangs sorgfältig erfasst. Die Beschaffenheit der Orgel und die Art und Weise, wie die Klänge in den Samples gespeichert werden, bestimmen den Wert des Sample-Sets. Die Klänge in den Samples werden in einem Wohnzimmer (Studienraum) verwendet und das erfordert eine Anpassung von der großen Kirche zu den kleinen Raum zu Hause. An dieses Set ist es optimal möglich.

Die Schnitger-orgel in Zwolle ist eine Werkenorgel. An einer Werkenorgel sind die vier Werken: Rückpositiv, Hauptwerk, Oberwerk und Brustwerk als selbständige Orgel entworfen. In der Kirche sind die Unterschiede hörbar und kann das musikalisch verwendet werden, aber im Wohnzimmer ist eine Werkenteilung nicht wirksam.
Kraftvolle Klänge werden in einem Wohnzimmer nie gewünscht, deshalb ist es praktischer, die Obertöne ein wenig mehr zu stärken und die Grundtöne zurückhaltender. Wenn ich Orgelpfeifen für den Wohnzimmer intoniere, kann ich diese Wahl treffen. Eine Sample mit gut aufgenommenen Klängen gibt mir die gleiche Möglichkeit. Die Klänge dieser Schnitger-Orgel sind perfekt in den Samples gespeichert und so konnte ich mich mehr auf farbige Klänge als auf kraftvolle Klänge richten.

Beim Intonieren muss immer die Brightness erhöht werden, da die Obertöne durch das verringern der Volumen mehr geschwächt werden als den Grundton. An meiner Orgel erhöhte ich die Brightness noch mehr im Stil vom Mittleren deutschen Klang-Idiom. Die Register des Hauptwerks und des Oberwerks die doppelt anwesend sind, habe ich eine unterschiedlicher Intonation gegeben, damit verschieden Klangfärben entstehen. Mit dem Transient- und dem Boost-Equalizer ist eine starke Verschiebung der Klangfärbung zu erreichen. Es ist ein Effekt, der nicht von den Lautsprechern abhängt und erlaubt, dass derselbe Klang auf jeder Hauptwerkorgel gehört wird. Jedoch, die Brightness und Amplitude muss pro Orgel eingestellt werden.

Der Principal 8' auf dem Oberwerk ist eine Verdoppelung da die Oktave 8' diese Funktion bereits erfüllt. Deswegen habe ich das Register genau so intoniert als eine Viola 8', was sehr gut möglich war. Da es jetzt zwei Viola 8' Register gibt, habe ich die Stimmung erniedrigt, so dass sie zusammen als eine Unda Maris 8' klingen.  Die erniedrigte Viola 8' zusammen mit dem Vox Humana 8' gibt ein schöne Schwebung, angenehmer als wenn die Vox Humana mit der tremulant gespielt wird. Bach schätzte es nicht nur eine Viola 8'  sowie auch eine Viola 4'. Auf der Tastatur wo die Viola 8' disponiert ist, habe ich die Oktave 4' intoniert als Viola 4'.