Rückpositiv

Principahl                   8'
Gedact                      8'
Quintadöhn                8'
Octav                        4'
Gedact                      4'
Nasat                       3'
Octav                       2'
Blockfloit                  2'
Sexquialtera              II
Mixtur                      IV
Dulcian                    16'
Kromhorn                  8'
Pedal

Untersatz               16'
Principahl                 8'
Gedact                    8'
Octav                      4'
Mixtur                     IV
Posaun                   16'
Trometh                   8'

Corneth                   2'
Brustwerk

Gedact                      8'
Gedact                      4'
Octav                       2'
Quint                  1 1/2'
Scharf                     III
Knopf Regal              8'
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Coci-Klapmeyer Orgel in Altenbruch     1497-1728

In der St. Nikolaikirche in Altenbruch gibt es eine der ältesten norddeutschen Orgeln. Im Jahre 1497 baute Johannes Coci den ältesten Teil der Orgel mit sechs Registern. In 1577 fügte Matthias Mahn ein Rückpositiv hinzu und behielt die originalen von Johannes Coci herstellte Pfeifen mit ihrem gotischen Klang. Diese Pfeifen sind noch in der heutigen Orgel vorhanden. Andere Pfeifen, die vor 1647 hergestellt wurden, sind die Principahl 8', Octav 4', Nasat 3' und die Blockfloit 2' des Rückpositivs.

Im Jahre 1647 erweiterte Hans Christoph Fritzsche die Orgel mit einer Oberwerk, bestehend aus einem Principalen Plenum und im Rückpositiv die Quintadöhn 8', Gedact 4', Sexquialtera und Mixtur. Matthias Dropa erweiterte in 1698 den Tastaturumfang des Instruments und fügte die Pedal Register hinzu. Diese Pfeifen klingen heute noch im Kromhorn 8', Octav 4' des Rückpositivs und die Gedact 8', Octav 4', Mixtur, Posaun 16', Trometh 8' des Pedals

500 Jahre alte Orgel

Einige Jahrzehnte später wurde die Kirche mit dem Zusatz einer Westtribüne erweitert. Johann Hinrich Klapmeyer (1690-1757) wurde beauftragt, die Orgel in die neu errichtete Westgalerie zu verlegen. Die Orgel wurde zwischen 1727-1730 wieder aufgebaut. Der Orgelbauer fügte neue Pedaltürme hinzu und machte auch den Principahl 8' für das Pedal. Er stellte eine neue Brustwerk mit sechs Registern unter die Windlade der Oberwerk und fügte dieser Oberwerk neue Zungenregister hinzu: den Trometh 8' und den Vox Humana 8'. Klapmeyer gab der Orgel ihre aktuelle Sicht und so blieb sie bis heute unverändert. Die Orgel hat drei Manuale und ein Pedal: insgesamt 2100 Pfeifen und 35 klingende Register. Bemerkenswert ist, dass drei verschieden klingende Principal 8' Register vorhanden sind: im Oberwerk, im Rückpositiv und im Pedal. Es ist eine stilistisch reine Orgel und symbolisch für die norddeutsche Orgelschule. Weil alle alten Pfeifen noch vorhanden sind und den Grundklang bilden, hat Altenbruch die originellste Orgel Deutschlands.

Oberwerk

Quintadöhn             16'
Principahl                 8'
Gedact                     8'
Octav                       4'
Waldfloit                  2'
Mixtur                      V
Cimbel                   III
Trometh                  8'
Vox Humana            8'
Sample set
Das Metall einer Pfeife die seit Jahrhunderten den gleichen Ton erzeugt hat, ist metallurgische geändert. Der schönste Klang wird erreicht, wenn die Pfeife genau auf ihre ursprüngliche Tonhöhe gestimmt wird, die Resonanz ist dann maximal. Es ist vergleichbar mit den Klängen eines Stradivarius. Mit der Zeit und Nutzung reift der Klang und bekommt eine besondere Resonanz. Klangschönheit findet sich daher vor allem in historischen Orgeln.

Die Stärke der Samples von Jiri Zurek ist, dass diese Klangschönheit in den Aufnahmen perfekt eingefangen wurde. In der Kirche ist das Brustwerk in sehr kurzer Entfernung vom Organisten und so nah sind die Klänge auch in der Hauptwerk-Orgel. Auch die meisterhaften Klänge des Oberwerks und der solistische Charakter des Rückpositivs sind im Wohnzimmer sehr natürlich. Mit diesem Sample Set übertrifft Hauptwerk eine Hauspfeifenorgel. Klänge sind zu hören die schöner sind als ich mit neuen Pfeifen erreichen könnte. Es ist toll, die Klänge in ständig wechselnden Kombinationen zu spielen. Selten spiele ich aus Noten, die Klänge inspirieren dazu, eigene Kompositionen zu spielen. So lernt man am besten den Charakter der Orgel kennen.

Die Samples müssen jedoch drastisch intoniert werden um im Wohnzimmer zu erklingen wie in der Kirche. Die Besonderheiten sind in den Samples vorhanden, aber weil die Klänge im Wohnzimmer bei einer deutlich geringeren Lautstärke klingen, muss der Charakter stärker betont werden. Es wird genau im Buch über diese Orgel beschrieben.

Authentische Klänge aus dem 15. Jahrhundert

Die Coci-Klapmeyer-Orgel gilt als die authentischste Orgel für die Werke, die um 1600 – 1650 geschrieben wurden. Die Kompositionen von Heinrich Scheidemann, Matthias Weckmann, Franz Tunder und Dietrich Buxtehude sind die Besten in ihrem Recht auf dieser Orgel. Die Pfeifen gehören zu den ältesten im ursprünglichen Zustand verbliebenen gotischen Pfeifen. Sie sind von gehämmertem Blei und das gibt dunkle, aber gleichzeitig intensive Töne mit einem stimmlichen Charakter mit zunehmender Helligkeit im Diskant.

Die Prinzipale haben unterschiedliche Charaktere. Der Principahl 8' auf dem Oberwerk hat einen kräftigeren Grundton als der Principahl 8' des Rückpositivs mit seinen hellen singenden Klänge. Das Prinzipahl 8' des Pedals ist eine gute Basis für den Plenum-Klang. In dieser Orgel wurden Kraft und Transparenz gegeneinander ausgewogen. Die Klänge der Zungen sind brillant, sie sprechen glatt und lassen klare Töne hören. Der Reichtum an bunten Flöten auf jeder Tastatur bietet jede Menge Abwechslung, Klänge, die gut durchdringen, ohne wirklich scharf zu sein.

Zu diesen Jahrhunderten galt jede Pfeife als Musikinstrument und bemühte sich den Intonator das Optimum zu erreichen. Sukzessive Pfeifen können sich voneinander unterscheiden, jedoch sie harmonieren gut. Ein guter Chor besteht auch aus mehreren Stimmen, die harmonisch zusammenpassen.

In 1925 wurde die Orgel von Karl Kemper in Lübeck sehr behutsam restauriert, wobei der Charakter der Klänge nicht beeinträchtigt wurde. Es geschah unter der Aufsicht von Hans-Henny Jahn als Experte bei der Anerkennung der Früh-Barocken Klänge. Hahn ist so in die Klänge dieser besonderen Orgel eingetaucht, dass das von ihm erworbene Wissen wegweisend für die Erforschung historischer Orgeln war. In 1956 befand sich die Orgel noch in einem so hervorragenden Zustand, dass sie als das beeindruckendste Klangbild aller erhaltenen Orgeln im Norden Deutschlands beschrieben wurde.

In 2003-2004 wurde die Altenbrucher Orgel mit den fast vollständig erhaltenen Pfeifen und dem imposanten Orgelgehäuse vom Orgelbauer Ahrend aus Leer-Loga (Ostfriesland) restauriert. Es ist nun durch seine ursprüngliche einzigartige Klangpalette und einen adäquat funktionierende mechanische Traktur einer der wichtigsten historischen Orgeln Norddeutschlands.
Diese Orgel ist das beste historische Instrument zur Präsentation der frühen Norddeutschen Musik.
Authentische Klänge aus 1497

Die Coci-Klapmeyer Orgel ist eine der am besten erhaltenen historischen Orgeln mit authentischen Klängen. Diese Klänge werden optimal in den Samples gespeichert, so dass sie im Wohnzimmer klingen wie in der Kirche, und so ist eine prächtige Hausorgel entstanden. Alte Pfeifen erzeugen Klänge mit speziellen Resonanzen, die man nie mit neuen Pfeifen erreichen könnte. Die Klänge der Coci-Klapmeyer-Orgel in Altenbruch sind schön, denn sie sind seit Hunderten von Jahren im gleichen Zustand erhalten. Spätere Orgelbauer sind immer behutsam mit den älteren Teilen umgegangen und sorgten dafür, dass ergänzenden Register mit den vorhandenen Klängen Harmonierten. Die Orgel blieb eine Einheit mit authentischen Klängen.

Jiri Zurek Sonus Paradisi lieferte eine große Leistung mit der Erstellung von Samples, die die spezifischen Eigenschaften dieser Klänge vorzüglich zu den Wohnraum überbringen.
Von der Coci – Klapmeyer Orgel in Altenbruch habe ich die Intonationen auf meiner Hauptwerk-Orgel fotografiert. Die Modi der Transition und Boost Equalizer sind Korrekturen der Samples und können buchstäblich kopiert werden. Die Brightness und Amplitude sind vor allem von den Lautsprechern und in geringerem Maße von der Umgebung abhängig. In der Praxis hat sich gezeigt, dass buchstäblich übernehmen immer eine Verbesserung ist, aber der Fortschritt der Klänge ist nicht einheitlich. Spielen Sie diese Taste nach Taste und sorge mit dem Amplitude-Regler für ein glattes Verlauf. Vor allem die niedrigsten Oktaven können sehr unterschiedlich sein. Wenn die Klänge zu stumpf oder zu scharf sind, korrigieren Sie dies mit dem Brightness-Regler.

Für das neue Handbuch Hauptwerk sind die Intonationen der Coci-Klapmeyer Orgel die besten Beispiele um zu veranschaulichen wie Hauptwerk so konfiguriert werden soll, dass sie Klänge aus Samples als echte Pfeifentöne hören. Das Handbuch Hauptwerk mit Bildern der Intonation besteht aus 200 Fotos in hoher Auflösung, um perfekt scharfe Bilder drucken zu können.